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Verwirrungstechnik

Verwirrungstechnik im Weinbau

Rutishauser-DiVino setzt die «Verwirrtechnik» gegen den Schädling Traubenwickler an. Dies auf der gesamten, 50 Hektaren grossen Anbaufläche. So kann auf Insektizide verzichtet werden.

Der Traubenwickler gehört zu den häufigen Schädlingen im Weinbau: Die Raupen der ersten Generation fressen an den Blütenknospen und bilden in den Gescheinen (Weinrebe mit Blüten und Knospen) ein Gespinst, das ihnen Schutz gibt. Im Sommer dringen die Raupen der zweiten Generation in eine oder mehrere Beeren ein, um im Inneren der Früchte zu fressen. Die angefressenen Beeren sind durch ein Netz miteinander verbunden. Später werden die befallenen Beeren braun, trocknen aus oder verfaulen. Wenn der Traubenwickler die Beerenhaut verletzt, erhöht sich die Gefahr, dass Graufäule die Traube befällt.

Durch grossflächige Verteilung von Dispensern, die weibliche Traubenwickler-Sexuallockstoffe enthalten, wird die natürlich abgegebene Menge an Pheromon (Botenstoff) des Weibchens überdeckt. Somit sind die Weibchen für die männlichen Traubenwickler nicht mehr auffindbar und es kommt nicht zur Paarung. So entstehen keine neuen Raupen, die Schäden an den Trauben anrichten können.