
Schaumweinherstellung
Wie wird Schaumwein hergestellt?
Die Erfindung des Schaumweins geht weit zurück und lässt sich zeitlich natürlich nicht mehr genau festmachen. Allerdings waren auch hier die Klöster federführend.
Bereits 1540 füllten Mönche der Abtei Saint-Hilaire in Limoux im kühlen Herbst absichtlich unvollständig vergorene Weine in Flaschen ab, verkorkten sie mit den damals neu entdeckten Eichenkorken und sicherten die Korken mit Schnüren am Flaschenhals. Im warmen Frühling gärte der Wein weiter und die Kohlensäure war in den Flaschen gefangen. Die ersten Schaumweine – hergestellt mit der ersten Methode der Flaschengärung - waren geboren.
Unterschiedlicher Ausbau
Noch heute unterscheidet man Schaumweine nach dem Herstellungsverfahren: Die aufwendige Flaschengärung oder die preiswertere Tankgärung. So werden der Französische Champagner, der Elsässische Crémant und der Katalonische Cava in der Flasche veredelt, während Italienische Proseccos und viele Sekte im Tank gären.
Die «Champagner-Methode» gilt als edelste und komplexeste Art der Herstellung feinster Qualitäts-Schaumweine. Die Flaschen müssen während des Gärprozesses gedreht und gewendet werden. Das übernehmen sogenannte moderne «Rüttelpulte». Teilweise wird dies aber sogar heute noch einmal täglich von Hand erledigt. Die stark variierenden Preise sind dabei aber längst nicht nur von der Qualität abhängig. Die Reputation spielt wie so oft eine entscheidende Rolle. So können gute, vergleichsweise günstige, aber unbekanntere Crémants und Cavas problemlos mit einem Champagner mithalten.
Die Geschmacksrichtungen werden anhand des Restzuckergehalts angegeben. So steht z.B. Brut für weniger als 15g/l Restzucker, während Semi Dry bzw. Semiseco auf 33 bis 55g/l Restzucker hinweist. Die Qualitätsbezeichnungen Reserva und Gran Reserva geben wie bei regulären Weinen Auskunft über die Dauer der Reifezeit in der Flasche.
Qualitätstest
Mit einem kleinen Test lässt sich übrigens die Qualität von Schaumweinen gut vergleichen: Je feiner die Perlage, also die Bläschen, desto hochwertiger das Produkt. Edle Cavas kann man bis zu einem Tag geöffnet stehen lassen und sie «sprudeln» danach immer noch.
